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SUSI BAUMGARTNER
SELTMANN
WALTER ULRICH
 
17. November bis 16. Dezember 2001

 
 

Baumgratner
"Transzendentale Erfahrung", 2001
Öl auf Leinwand
65 x 52 cm
 


In Zürich aufgewachsen. Fast alle «Studien» in und um Zürich herum gemacht und dementsprechend von der Heimatstadt geprägt. Bei «Studien» im Ausland zur Einsicht gekommen, dass die Menschen sich ähnlich sind, wo immer sie leben. «Ich betrachte mich als Autodidaktin. Ich hatte neben der Malerei auch verschiedene andere Berufe. Mein Atelier befindet sich in der Nähe der Limmat in Unterengstringen.»

SUSI BAUMGARTNER

Statement
Tagebucheintrag 6.6.2001

Langen Spaziergang entlang der Limmat, unweit von meinem Atelier gemacht. Mich ans Ufer gesetzt, in die Strömung geschaut. Alles in Bewegvng, Gras, Welle, Wolken, Wind, Biene, Gedanken. Nur die dunkelgrünen Teiche, ganz in der Nähe, abseits vom Strom, dämmern vor sich hin, setzen Algen an. So ist eigentlich meine Malerei; sie erneuert sich ständig, je nachdem, was in mir und um mich herum passiert.

Bei mir ist - malend - immer der Mensch im Mittelpunkt. Es sind meistens nicht individuelle Figuren, sondern es ist ein Typus, der mich dank seines Verhaltens, seiner Gebärden, Lebensweise interessiert. Ich beginne mit einem «Thema», doch immer wieder verändere ich die anfängliche Aussage, kratze Überholtes weg, lasse Neues einfliessen. Es entsteht dann am Schluss ein Bild, das einen Prozess von Gedanken und Empfindungen enthält. Das mag vielleicht den Betrachter beunruhigen oder verwirren, wenn er nicht zu einer eindeutigen Einsicht kommen kann, doch irgend ein Teil, ein Klang darin schwingt auch bei ihm mit, trifft auch bei ihm auf Empfundenes, Erlebtes. Bilder sind zudem auch immer wieder zur Diskussion gestellt, um gemeinsam, wenn nicht zu «Erleuchtungen», dann wenigstens zu öErläuterungen zu gelangen.

Es wird oft gejammert und geklagt, dass die Malerei nun wirklich am Ende ist, dass es nichts Neues mehr zu sagen gibt. Für mich fängt sie erst an. In einer Welt, in der es immer mehr Technik gibt, ist sie ein Mittel, eine ganz persönliche Kommunikation zu habcn - ein ganz direkter Weg nach innen. Und, obwohl mir dieser Weg oft alles weniger als klar ist, versuche ich doch, ihn so klar wie möglich auszudrücken. Dass dies ein Widerspruch und eigentlich zum Scheitern verurteilt ist, stört mich nicht. Im Gegenteil: ist es doch ein Gewinn und eine Lust, immer wieder zu wirklich authentischen Lösungen zu kommen; Empfindungen, Themen usw. in Form und Farbe zu gestalten.


 
SELTMANN
 
1961 in Berlin geboren, Schulbesuch und Lehre.
1981/82 - 1987 Studium an der Hochschule für bildende Künste Dresden, Fachrichtung Maskenbild; Gelderwerb in verschiedenen Berufen, unter anderem als Pförtnerin, Maskenbildnerin, im Abenddienst des Deutschen Theaters, Bühnenbildnerin.
Ab 1988 freischaffend als bildende Künstlerin, Mitglied im Verband bildender Künstler (der DDR), später BBK, Teilnahme an Pleinairs in Deutschland und Polen 1994, 1995, 1998. Diverse Stipendien, Mitglied des Deutschen Künstlerbundes seit 1998.
Umzug mit dem Atelier nach Kemlitz bei Baruth/Mark Brandenburg.
Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1988 im In-und Ausland.


«Auch wenn die Zeichenblätter in den Schüben ihrer Grafikschränke verschwinden oder etwa als Geschenke das Atelier schnell verlassen, also kaum präsent sind, weil sich zudem die Gemälde «vordrängen», so bildet das Zeiehnen, die Vorfeldarbeit, das Umkreisen auf dem Papier - die
unterschiedlichsten Techniken einbeschlossen von Kohle über Aquarell zu Übermalungen von Computerausdrucken usw. - doch den Grundstock fur den Anweg zum Tafelbild. Für Kerstin Seltmann bedeutet jenes Anreissen etwas sehr Wesentliches, ja Unabdingbares. Zudem fliessen viele Erfahrungen mit den zeichnerischen Strukturen direkt ins Malgeschehen ein. Häufig entfaltet sich in der Bildarbeit ein serielles Prinzip. Für die Künstlerin besitzt es geradezu Notwendigkeit, den Bildgegenstand in Variationen zu umkreisen, in Folgen aufzufächern, in Reihungen grössere Intensität zu schaffen.»

Jörg Sperling aus «Näherungswerte zu den Bildern von Seltmann, 2000»


 

Seltmann
"herzlich", 2001
Mischtechnikl auf Leinwand
90 x 140 cm


 

 

Ulrich
"Objekt", 2001
Gebrannter Ton, Schwarzbrand
46 x 35 x 20 cm
 


WALTER ULRICH
 
1953 geboren in Frauenfeld TG.
1970 Töpferlehre in St. Gallen, anschliessend eigenes Atelier.
1974 bis 1976 Studiendufenthalte in Mexico mit Lehrtätigkeit und in den USA.
Seit 1979 eigenes Atelier in St. Gallen als freischaffender Künstler.
Diverse Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.


Walter Ulrichs urtümliche und unverwechselbare Formen besitzen Kraft und Eigendynamik. Sie sind keine Spuren im lehmigen Boden, sondern Gerüst und Struktur.

Sein Werk ist geprägt von der Suche nach Ursprünglichem. Als Fragment eines Vergangenen sind diese Gebilde gleichwohl Wesen, die zwischen Leben und Tod schweben.
Sie verkörpern halb Erinnertes und gleichsam nur halb Erkanntes, befinden sich an der Grenze zum Greifbaren.
Walter Ulrich ist überzeugt, dass seine Formen in der Natur des Tones innewohnen.
Das Material selbst scheint ihm eine ureigene künstlerische Sprache mit in die Hand zu geben.


 
Vernissage
Samstag, 17. November 2001, 16 - 19 Uhr

Apéro
Sonntag, 25. November 2001, 11 - 16 Uhr
Sonntag, 2. Dezember 2001, 11 - 16 Uhr

Finissage
Sonntag, 16. Dezember 2001, 11 - 16 Uhr

  Dauer der Ausstellung:
17. November - 16. Dezember 2001
 

 


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