
«Brücke», 2000,
Acryl auf Leinwand 190 x 180 cm
Bitte Bild anklicken.
«Ich male Bilder, weil ich noch nicht genug Bilder gesehen habe, um damit zufrieden zu sein. Wir leben zwar in einer Bilderflut und oberflächlich betrachtet, können wir in unserer Gesellschaft eine billige Monokultur der Bilder feststellen. Sie werben aggressiv für ein Paradies, bestehend aus Hochglanzlächeln und sündhaft teuren Massenartikeln. Dazwischen wächst aber auch eine Art Unkraut. Stille Bilder, welche die Euphorie aus fernen Galaxien zurückholt. Hier möchte ich mit meiner Malerei einen Beitrag leisten. Deshalb habe ich ein naheliegends Sujet ausgesucht: die «Landschaft» um mich herum.
Zuerst Gerümpel und Kammern, die Landschaft im Zimmer. Dann die wirkliche Umgebung mit Häusern und Gärten und mit der Zeit «selbstständige» Landschaften, die in Anlehnung an die beobachtete Umgebung entstehen.
Mit der Auseinandersetzung kommt auch die Routine und viele Gespräche wie etwas funktioniert. Ich mache aber die Erfahrung, dass ich beim Malen vernünftigerweise alle Vorsätze und guten Absichten zuerst vergesse, um mich an die stillen Bilder halten zu können. Erst wenn das Bild dem Gefühl nach fertig gemalt scheint, ist wieder Kritik möglich.
Sie ist schliesslich notwendig, weil das nächste Bild auch zur selben «Familie» gehören soll. Ich hoffe, mit meinem Weg in den Bildern einen roten Faden zu knüpfen. Keine Gegenwelt sondern eine sanfte Landung in der Wirklichkeit unscheinbarer Orte. Ein freies Parkfeld, eine Allerweltsstrassenkreuzung mit Kandelabern, 0815-lndustriegebäude und Ähnliches.»
Franco Müller
|
FRANCO MÜLLER
1962 geboren in Bern. Als Künstler Autodidakt. Er lebt mit seiner Familie in Solothurn. Arbeitsgebiete: Malerei, Foto und Video.
Seit den 80-er Jahren rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Viele Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen.
Preise:
|
|
1990
|
Werkjahresbeitrag Kanton Solothurn
|
|
1994
|
Anerkennungspreis Regiobank Solothurn
|
|
1998
|
Stiftung Paul Zuppinger
Werkbeitrag Preis für Malerei des Kantons Solothurn
|
|
|
|
BEHROUZ VARGHAIYAN
|
1956
|
geboren in Azerbeidjan, Täbris, Iran
|
|
1976
|
Matura am Institut für Schöne Künste, Täbris
|
|
1979
|
Reisen nach Italien und Frankreich
|
|
1980/83
|
Studium an der Akademie der Schönen Künste in Paris
|
|
1984/86
|
Aufenthalt in Lausanne
|
Ab 1989 Übersiedlung in den Kanton Aargau. lebt und arbeitet in Rekingen als freischaffender Bildhauer und Maler. Mitglied der GSMBA Aargau. Stellt regelmässig im In- und Ausland aus.
|
Varghaiyans Beitrag zum grenzüberschreitenden Skulpturenweg im Juni dieses Jahres eröffnet zwischen Kaiserstuhl und Eglisau, ist eine grosse Installation aus Stahl und Beton mit dem Titel «Ein Baum, dein Baum, unser Baum», und der in der Mitte gepflanzte Baum ist ein Symbol für den Respekt der Menschen untereinander und gegenüber der Natur. Dieser Respekt vor den Menschen - man könnte es auch Toleranz nennen - ist eine Leitidee des künstlerischen Schaffens von Varghaiyan und zieht sich wie ein «roter Faden» durch sein gesamtes Werk. Beispielhaft dafür ist auch seine beeindruckende Dokumentation von der Stilllegung der Zementfabrik Rekingen das Proiekt «Industrie Z wie Zement I», welches vor 2 Jahren in der Galerie zum Roten Leuen in Klingnau vorgestellt wurde. Die ersrer Kleinskulpturen vom Projekt «Industrie Z wie Zement II» werden jetzt in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten gezeigt: Sie werden deutliche Spuren hinterlassen und den feurigen Abglanz einer allmächtigen Industrie weiter dokumentieren. Inspiriert doch die Expansion der Zementindustrie nach Portugal den Künstler zu einem Objekt mit Orangen. Warum Orangen? In seiner Muttersprache heissen die Orangen Portugal.
|

«Portugal»
Guss / Beton, 39 x 80 x 55 cm
Bitte Bild anklicken.
|
Vernissage
Samstag, 17. Februar 2001, 16 - 19 Uhr
Apéro
Sonntag, 25. Februar 2001, 11 - 16 Uhr
Sonntag, 11. März 2001, 11 - 16 Uhr
Finissage
Sonntag, 18. März 2001, 11 - 16 Uhr
Dauer der Ausstellung:
17. Februar - 18. März 2001

|